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Quelle: Ev. Kirche Wehr

Tauffest in der evangelischen Gemeinde Wehr und Öflingen

Zwei Erwachsene und drei Kinder aus dem Iran wurden getauft

Am 14. Oktober gab es in der Christuskirche in Öflingen ein besonderes Tauffest. Zwei Erwachsene und drei Kinder wurden getauft und in die Kirchengemeinde aufgenommen.
Taufbefehl und Glaubensbekenntnis wurden auf deutsch und farsi verlesen, damit auch Iraner die wesentlichen Teile verstehen konnten.
Weitere fünf Personen wurden gesegnet und ebenfalls in die Gemeinde aufgenommen. Diese waren bereits an einem anderen Ort getauft, es wurde die besondere Segnung durchgeführt und im Kirchenbuch dokumentiert.
Alle neuen Gemeindemitglieder kommen aus dem Iran. Nach einigen Umwegen haben sie schließlich unsere Gemeinde als ihre neue Heimat gewählt. Die Taufkerzen wurden von Mitgliedern der Familie Seymorad und von Chris Mehrab angezündet, die wir schon länger in der Gemeinde kennen. Pfarrer Peter Hasenbrink hielt dazu eine kurze und bewegende Ansprache zu 1. Kor. 7, 29 - 31, die zu der Aussage führte, dass in unseren Herzen Platz sein soll für alle, die sich von Jesus Christus ihr Herz mit Vertrauen und Liebe füllen lassen.
Schließlich wünschte er den Täuflingen, sie möchten sich hier zu Hause fühlen und die ersehnte Sicherheit Ihres Aufenthaltes bald zugesprochen bekommen.
Ein fröhliches Fest
An der Orgel Evelin Schneider umrahmte die Taufzeremonie harmonisch. Weil Taufe ein fröhliches Fest ist, lud Ehepaar Kesper im Anschluss noch die ganze Gemeinde zum Kirchenkaffee ein mit Gebäck und Kuchen im Gemeindesaal. In lockerer Runde tauschte man Erlebnisse und Erfahrungen aus oder lernte sich einfach etwas besser kennen.
Wie aber kamen unsere „Neuen“ ausgerechnet nach Wehr und Öflingen?
Der politisch-religiöse Druck im Iran, die Furcht vor der Geheimpolizei und schließlich der Verlust ihrer Arbeitsplätze hat sie gezwungen, ihre Heimat zu verlassen und einen neuen Anfang zu suchen. In Deutschland angekommen, wurden sie dem Landkreis Lörrach zugewiesen und in die Gemeinschaftsunterkünfte in Rheinfelden und Wyhlen eingewiesen. In der gleichen Zeit, Anfang 2016, wurden in den sog. Bayerhäusern in Öflingen Flüchtlingsfamilien einquartiert. Sie wurden vom Helferkreis, den die Stadt organisiert hatte, begrüßt und Willkommen geheißen. Auch wir von der evangelischen und der katholischen Gemeinde beteiligten uns daran und halfen mit bei der Überwindung der Anfangsschwierigkeiten. Bereits am Tag der Ankunft ergab sich so der erste Kontakt zwischen Wisam S. aus dem Iran und Bernt Kesper. Und am ersten Sonntag erschien Wisam mit Familie in unserem Gottesdienst in Öflingen. Es stellte sich heraus, dass Wisam und die ganze Familie ihrem lang ersehnten Wunsch entsprechend sich zum Christentum bekannt hatten, sobald sie in Deutschland eingetroffen waren. Nach dem Gottesdienst wurden sie von allen anderen Teilnehmern begrüßt und ihnen vorgestellt. Die ersten Einladungen wurden ausgesprochen, damals noch in einer Mischsprache aus Englisch und Deutsch. Seither sind Wisam und Familie bei unseren Festen immer dabei und als Helfer auch aktiv, ebenso beim Indienprojekt „Einfach Helfen“ und im Weltladen. Es entwickelten sich feste Freundschaften und zahlreiche Bekanntschaften.
Kontakte nach Rheinfelden
Dank Handy und Mobilfunk stand Wisam natürlich mit seinen iranischen Leidensgefährten in Rheinfelden in Kontakt. Auch sie hatten sich zum Christsein bekannt, aber wohl noch nicht die richtige Gemeinschaft gefunden. Von der freundlichen Aufnahme in Wehr ließen sie sich begeistern.
Wohnung suchen und finden
Schließlich, im Sommer 2017 nach 12monatiger Suche ist es uns gelungen, für Wisams Familie eine passende, schöne Wohnung in Wehr zu finden mit ausreichend Platz. Die Wohnung wurde gemäß persischem Brauch zum Treffpunkt am Wochenende.
Seither trifft man „unsere“ Iraner sonntags Vormittag in unserer Kirche und nachmittags bei Wisam. Unseren Neuen gefällt es hier, weil in der kleinen Gemeinde Kontakte leichter möglich sind und jeder jeden zumindest von den Aktiven kennt und natürlich weil sie freundlich aufgenommen und begleitet werden.
Aufenthaltsstatus noch in Klärung
Leider wurden bei der ersten Prüfung ihrer Asylanträge nicht alle anerkannt, und so warten sie noch auf eine faire gerichtliche Prüfung ihrer Anträge. Solange aber keine bestätigte Aufenthaltserlaubnis vorliegt, gibt es keinen Anspruch auf sprachliche und berufliche Qualifizierung und freie Kursplätze gibt es derzeit in Rheinfelden nicht. So versuchen sie, in Eigeninitiative voran zu kommen, aber die Zeit der Ungewissheit wird lang, unerträglich lang. Wisam dagegen freut sich über einen ersten richtigen Arbeitsvertrag, Tochter Hedyeh über ein gutes Schulzeugnis und Sohn Hesam über das Angebot einer Lehrstelle.     Bernt Kesper/kwf
 
Hilfe für Flüchtlinge
Spendenkonto
Quelle: Ev. Kirche Wehr
Spendenkonten Evangelische Kirchengemeinde Wehr und Öflingen
Volksbank Rhein-Wehra    
IBAN
DE68 6849 0000 0010 0065 03
Weltladen
Der besondere Tipp:
Der ökumenische Weltladen in der Storchenstraße 5 in Wehr geöffnet:
Di. Do. Sa. 9.00 - 12.30 Uhr,
Do. + Fr. 14.30 – 18.00 Uhr.
Quelle: Ev. Kirche Wehr
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Quelle: Ev. Kirche Wehr