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Quelle: Ev. Kirche Wehr

Besuch aus Teltow 2018

vom 27. bis 29. Juli mit umfangreichem Programm

Da im Jahr 1988 eine erste Gemeindegruppe aus Wehr nach Teltow gefahren war, hatte der Besuch aus Teltow in Wehr im Jahr 2018, 30 Jahre später, einen festlichen Charakter. Auch wenn offene Fragen angesprochen wurden, ohne bislang eine Lösung gefunden zu haben.
Ausflug
Die Veranstaltungen begannen mit einem umfangreichen Ausflug in den Schwarzwald, den Ute und Wolfgang Class organisiert hatten. Unten finden Sie viele Fotos vom Ausflug (und mehr).
Rückblick und Ausblick
Am Samstag fand am Nachmittag eine Aussprache zum Thema "Rückblick und Ausblick" statt. Kirchenrat i.R. Hans-Martin Steffe und Pfarrerin i.R. Ute Bindemann gaben eine Einführung in den Beginn der Partnerschaft, die aus einer schon lange bestehenden Patenschaft ("Päckchen nach drüben") hervorging. Pfarrer Steffe war damals Gemeindepfarrer in Wehr und lernte bei einer Pfarrkonferenz Ute Bindemann als Pfarrerin in der Siedlungskirche in Teltow kennen. Dass gegenseitige Begegnungen einmal möglich sein würden, hat von den Beteiligten im Jahr 1986 niemand geahnt. Im Jahr 1988 fand dann die erste Begegnung in Teltow statt, ab 1990 gab es gegenseitige Besuche. Mehr dazu kann man in der der Jubiläumsbroschüre zum 125-jährigen Jubiläum nachlesen (es gibt noch Exemplare im Pfarramt).
Anschließend gab Karl-Wilhelm Frommeyer anhand von Fotos aus den Begegnungen einen Überblick, der aus zeitlichen Gründen aber sehr beschränkt war.
In der folgenden Aussprache wurden in vielen Wortmeldungen die guten Erfahrungen betont und dass die Beziehung nicht abbrechen solle. Allerdings besteht der Arbeitskreis, der im Jahr 2005 in Wehr gebildet wurde, nun nur noch statt aus den ursprünglichen acht aus vier Personen, von denen drei eine feste Aufgabe haben. Und die möchten ihre Aufgaben gern abgeben. Seit etwa einem Jahr wurde nach Verstärkung gesucht, aber nicht gefunden. Zwar gibt es Verständnis dafür, dass Ehrenamtliche ihre Aufgaben auch wieder abgeben können, aber eine Lösung für diese Frage ist noch nicht in Sicht. Es bestand Einigkeit, dass nach einer neuen Form von Begegnungen gesucht werden soll.
Abend der Begegnung
Am Samstagabend wurde im Gemeindesaal gefeiert. Das Mitbring-Büffet war überreichlich bestückt, von Vorspeise bis Dessert wurde alles gern genossen.
Das Ehepaar Rathgeber sang mehrere Male und erhielt reichlich Beifall.
Ein besonderer Spaß war das Raten von Begriffen, die von der Gästeschar pantomimisch vorgespielt werden mussten.
Guido Scharrenbroich (Teltow) trug dazwischen Gereimtes und Ungereimtes vor, das zum Schmunzeln anregte. Exemplare seines neuen Buches fanden schnell neue Besitzer, soweit der Vorrat reichte. 
Sonntag
Da kommt noch etwas
Ganz auf Motivation angelegt war die Predigt von Pfarrerin Ute Bindemann, die den sonntäglichen Gottesdienst zusammen mit Pfarrer Rathgeber feierte.
Frau Bindemann bezog sich auf das Matthäus-Gleichnis vom anvertrauten Geld – zwei Menschen arbeiten mit ihnen übergebenen „Talenten“ in unterschiedlichen Größenordnungen und vermehren sie entsprechend. Der Dritte vergräbt seine Summe, er hortet sie und wird von seinem Herrn getadelt. Ute Bindemann leitete für uns Heutige u.a. daraus ab, nicht einfach die persönlichen Talente zu bewahren, sondern kreativ mit ihnen zu arbeiten. „Nur bewahren ist nicht die Aufgabe des Knechts!“, sagte sie. Also auch einmal alles auf eine Karte setzen und sich nicht voller Angst und Zweifel darauf zurückziehen, ob sich das wohl lohnt, was man da macht. Nicht die Angst konservieren, sondern das individuelle Talent mitten ins Leben stellen. 99 „Teltonen“ schafften das 1990 bei ihrer ersten West-Fahrt nach Wehr. Durch die Partnerschaft seien sie über 30 Jahre lang bereichert worden. Ute Bindemann zitierte weiter aus einem Wehrer Brief aus dem Jahr 1990 an sie: „Wir gehen mit Hoffnung, dass sich der eine oder andere angesprochen fühlt, diesen kostbaren Garten mit so einmaligen Pflanzen zu pflegen und zu hegen.“ Die Predigt gipfelte in dem Aufruf: Es braucht viel mehr helfende Mitstreiter!
Die Ausführungen der engagierten Pfarrerin waren so zwingend, dass sie mit Applaus bedacht wurden.
Kirchenrat i.R. Hans-Martin Steffe dankte zum Schluss ausdrücklich, dass er diese Partnerschaft miterleben konnte, und Wolfgang Class hoffte bei den Wehrern auf verstärkte Mitarbeit.